Heilsarmee-Tattoo

Ein Tattoo gefällig? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt! Es ist Sommer. Frau und Herr Schweizer zeigen Haut – und Tattoo.


Manche Christen sind vehement gegen Tattoos. Schliesslich wird das Tätowieren im Alten Testament verboten:
Wenn ihr einen Toten beweint, sollt ihr nicht das Haar abschneiden, den Bart stutzen oder euch Einschnitte am Körper oder Tätowierungen machen. Ich bin der Herr! (3 Mose 19,27-28)

 

Natürlich kann man diesen Vers verschieden auslegen. Ich persönlich gehe davon aus, dass er sich nicht gegen das Tätowieren an sich richtet, sondern gegen einen dahinterstehenden Aberglauben.

Das Tätowieren an und für sich muss keineswegs heidnisch sein. Für die koptische Kirche von Ägypten ist das Tätowieren eine über tausendjährige Tradition. Um 640 n.Chr. wurde Ägypten zwangsislamisiert. «Christen wurden gezwungen, zum Islam zu konvertieren. Wer sich weigerte, wurde mit einem Kreuz auf der Hand gekennzeichnet.»
Diese Stigmatisierung soll ihren Ursprung im Altertum haben: Für Griechen und Römer dienten Tätowierungen als Sklavenzeichen.
Viele koptische Christen lassen sich heute noch ein Kreuz am rechten inneren Handgelenk tätowieren. Sie verstehen das damalige Schandzeichen als eine Ehre und als christliches Erkennungszeichen.
(https://koptisch.wordpress.com/2015/04/03/koptische-familie-pflegt-tatowierkunst-mit-christlichen-motiven)

Christliche Tattoos haben also Tradition. Schlechte Nachrichten für Eltern, die ihren Kindern von Tattoos abraten. Ich kann die Bedenken dieser Eltern allerdings schon nachvollziehen: Werden Jugendliche das ausgewählte Tattoo im Verlauf ihres Lebens nicht irgendwann bereuen?
Nun, ich persönlich könnte mich mit ein paar Slogans schon anfreunden: Wie wäre es zum Beispiel mit: I love Jesus :-) oder: I love my parents ;-)

Ich habe übrigens meine ganz eigene Form von Tattoo gefunden. Es handelt sich um einen Heilsarmee-Pin, den ich mittels Magnet an jedes Kleidungsstück anbringen kann. Der Pin ist nicht gross, aber auffällig und gut lesbar. Ausserdem ist er für jedes Wetter geeignet. Nur auf der Haut lässt er sich nicht anbringen ...

Mit dem kleinen Heilsarmee-Schild stelle ich mich zu einer christlichen Organisation. Ich sehe darin eine Gelegenheit, meinen Glauben sichtbar zu machen.
Selbstverständlich soll auch mein Leben eine Botschaft sein:
Alles, was ihr tut und was ihr sagt, soll zu erkennen geben, dass ihr Jesus, dem Herrn, gehört. (Kol 3,17)

Mit ersichtlichen Grüssen
Markus Brunner