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Das Ende naht

Liebe Leserin, lieber Leser

Meine Frau und ich werden Ende Juni 2018 nach Zürich ziehen, um eine neue Aufgabe in der Heilsarmee zu übernehmen.

Das bringt natürlich grosse Veränderungen mit sich, für uns und für die Heilsarmee Luzern: Das Ende unserer Zeit in Luzern ist nahe. – Keine Angst, wir sind nicht in apokalyptischer Stimmung. Vielleicht sollten wir aber genau das sein: in Endzeit-Stimmung.

Vor ein paar Wochen habe ich die Ausstellung "Weltuntergang – Ende ohne Ende" im naturhistorischen Museum Bern besucht. Dort habe ich gelernt: Unser Ende kommt spätestens mit dem Untergang der Sonne – vorausgesetzt, dass uns vorher kein Meteorit trifft.

Meteoriten oder Kometen bedeuten nicht das Ende unseres Planeten, könnten aber das Weiterbestehen der Menschheit ernsthaft gefährden.

Und jetzt titelt die 20 Minuten-Zeitung: "Geht 2135 die Welt unter?" (17.03.2018) Endlich können wir wieder einmal von einer Jahreszahl sprechen! Ausserdem können wir uns beruhigen: Wir und unsere Kinder werden dann nicht mehr leben. :)

Ich glaube allerdings nicht an Jahreszahlen, wenn es um das Ende der Welt geht. Als Jesus erklärte, dass er wiederkommen wird, um die jetzige Weltzeit abzuschliessen, hat er einen Hinweis auf den Zeitpunkt gegeben: Das Ende kommt dann, wenn es niemand erwartet!

Darum seid jederzeit bereit;
denn der Menschensohn wird zu einer Stunde kommen,
wenn ihr es nicht erwartet. (Matthäus 24,44)


Wenn das Ende also unerwartet kommt, dann kommt es ganz sicher nicht im Jahr 2135. Dann kommt es ganz sicher nicht an einem anderen "berechneten" Datum, selbst wenn dieses in einem (pseudo-)christlichen Endzeitbuch prophezeit würde.

Jesus kommt wieder. Ich glaube daran. Er wird dieses vom Egoismus gezeichnete Zeitalter abschliessen und ein neues Zeitalter einläuten. Eine Art "globale Auferstehung", deren "Geburtswehen" (Mt 24,8) wir ebenfalls bereits global erleben. Diese "universelle Ostern" wird völlig unerwartet hereinbrechen. Die Überraschung wird perfekt sein.

Kann man sich darauf vorbereiten? Unbedingt! Es ist nur vernünftig, dass wir uns auf unser Ende vorbereiten, denn unser persönlicher Abgang bzw. Heimgang ist sowieso unausweichlich und unberechenbar.

Bis dahin lebe ich im Provisorium: In meinem irdischen Körper. Und ich bin froh, dass ich in einer Wohnung als vorübergehende Bleibe hausen kann. Sei es in Luzern oder Zürich.

Mit österlichen Grüssen
Markus Brunner