Good News

Liebe Freunde 

In unserem Schaufenster an der Bruchstrasse 59 hängen seit Ende Juni die Worte GOOD NEWS – auf deutsch: Gute Nachricht. Bei genauerem Hinsehen können Sie feststellen, dass diese grossen Lettern von Zeitungsabschnitten mit «Bad News» (schlechten Nachrichten) bedeckt sind.  

GOOD NEWS Schaufenster Heilsarmee Luzern

Ich habe beim Vorbereiten dieser Gedanken einfach mal geschaut, was in denn heute gerade in den Zeitungen steht. Da steht zum Beispiel mit Blick-mässig grossem Titel, dass da einer «Vor Müdigkeit auf einer Fliege rumgekaut» hat. Gut zu wissen… Alle Fragen sich natürlich, ob nun der britische Blondschopf mit dem russischen Namen mit dem Brexit die Demokratie auszuhebeln vermag oder nicht. Einer der offenbar meistgelesenen Artikel in der Luzerner Zeitung informiert uns darüber, dass die Gemeinde Hohenrain den Stallgeruch messen will. Ebenfalls in der Region: die Grünen gibt es nun auch in der Innerschweiz! Des einen Freud - des andern Leid … Ah, und nebenbei bemerkt: Der Wirbelsturm «Dorian» ist der zweitstärkste je gemessene Hurrikan. Aber der ist ja weit weg. Der blonde amerikanische Freund von Boris wird sich schon darum kümmern...

In der Zeitung stehen nicht nur Bad und Fake News. Aber woran wir uns erinnern, sind oft die schlechten und unwichtigen Nachrichten.

In unserem Schaufenster steht auch, als Fussnote quasi, dass «Good News» auf Griechisch «Evangelium» hiesst.

Wir brauchen diesem Begriff eigentlich fast nur im biblischen Kontext und bezeichnen damit die Gute Nachricht von Jesus Christus. In unserer Gesellschaft geht es dem Evangelium aber ähnlich, wie vielen anderen Good News: Man hört sie – und vergisst sie.

Mögen Sie sich daran erinnern? Kennen Sie diese Gute Nachricht?

Falls nicht, fasse ich sie gerne für Sie zusammen (noch kürzer steht es übrigens im Joannes 3: 16): Gott schuf den Menschen mit dem Wunsch, mit ihm eine ungetrübte Liebesbeziehung zu haben. Der Mensch wollte aber alleine leben und verlor die Verbindung zu seinem Schöpfer. Dem erdgebundenem, materiellen, zeitlichen und nun Gott-losen Mensch wurde es unmöglich, aus eigener Kraft zum himmlischen, ausserhalb von Raum und Zeit seienden, heiligen und «un-menschlichen» Gott aufzusteigen. Durch seine Liebe getrieben überwand Gott diese Trennung, indem er sich in der Gestalt von Jesus gewissermassen auf das «menschliche Format» reduzierte, um für uns wieder zugänglich zu werden. Auf menschlicher Augenhöhe gewissermassen. In dem ich diese Freundschaft mit Jesus akzeptiere, nehme ich Teil an einem erfüllten und ewigen Leben mit Gott.

Wenn das stimmt, wäre das natürlich eine Gute Nachricht! Gehen wir also zum Praxistest. Wissen nützt ja nichts, wenn es nicht angewendet wird. Erlauben Sie mir also eine weitere Frage: Er-leben sie diese Beziehung mit Gott?

Die umgesetzte Gute Nachricht von Jesus führt zu Leben, da wo es keines gibt, und zu Heilung und Wiederherstellung, wo das Leben beschädigt und verletzt ist. Das gibt nicht nur für das Leben nach, sondern auch vor dem Tod.

Ein kleines persönliches Beispiel. Anfangs Jahr entzündete sich mein rechter Ellbogen und die Muskeln meines Unterarmes. Trotz wiederholter Behandlung wurden die Inflammation und die Schmerzen chronisch. Vor etwa 10 Tagen sprachen wir zusammen Gottes Heilung darüber aus, so wie es uns Jesus in der Bibel lehrt. Die Schmerzen verschwanden innerhalb von drei Tagen praktisch vollständig und ich kann meinen Arm wieder normal gebrauchen. Das ist aber für mich nur ein ganz kleines Wunder, wenn ich es damit vergleiche, wie Gott mich als Person in meinem Charakter und meinen Gefühlen verändert hat. Jesus kam, um zerbrochene Herzen zu heilen (Jesaia 61: 1-3). Und das hat er in meinem Leben eindrücklich getan. Wer’s nicht glaubt, soll meine Frau fragen: ich bin heute ein viel angenehmerer Mensch. Wenn wir Gottes «Gute Nachricht» leben, dann führt sie zu einem «Guten Leben». 

Es liegt in der Sache: eine Nachricht ist da, um weitergegeben zu werden.

Gestatten Sie mir deshalb noch eine letzte Frage: Geben sie diese Good News auch weiter?

Ich bin dankbar, für alles gute Leben, das Gott in mir selber erweckt hat. Aber Gott seht sich danach, dass alle Menschen von seiner Liebe hören und sie erfahren dürfen. Er hat uns den Auftrag gegeben, diese Gute Nachricht weiterzugeben. Es ist eine Möglichkeit, GOOD NEWS in ein Schaufenster zu schreiben. Das ist aber nur ein erster Schritt. Es weckt die Aufmerksamkeit und hoffentlich auch Neugier. Die beste Kommunikation ist aber die persönliche, welche nicht nur auf der eigenen Kenntnis der Botschaft beruht, sondern in der eigenen Erfahrung verwurzelt ist:                
Kennen. Leben. Weitergeben.

Andi Fuhrer